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Aargauer Landeskirchen ehren freiwilliges Engagement im sozialen Bereich

Am 20. Oktober wurde in Aarau der Sozialpreis der Aargauer Landeskirchen und von Benevol Aargau verliehen. Regierungsrat Jean-Pierre Gallati würdigte das hohe freiwillige Engagement im sozialen Bereich. Den ersten Preis, dotiert mit 8000 Franken, erhielt der Verein «Prozessor» aus Aarau. Der zweite Preis ging an Caritas Aargau mit dem Projekt «Voll underschti» und der dritte Preis wurde dem Projekt «Kiz Kinderzeit» aus Rombach verliehen. Die Feier moderierte Carmen Frei, für die musikalische Umrahmung sorgte Sven Mindeci.

Zu Beginn der Preisverleihung in der röm.-kath. Kirche Peter und Paul in Aarau rollte Regierungsrat Jean-Pierre Gallati die Geschichte des Sozialpreises auf. Freiwilligenarbeit geniesst eine lange Tradition im Kanton Aargau und ist von grosser Bedeutung, da sie den Staat entlastet. Gallati zeigte sich erfreut über die grosse Bandbreite der eingereichten Projekte.

Erster Preis für sozialen Treffpunkt und Upcycling in Aarau
Von den 26 Projekten erhielt der Verein «Prozessor» aus Aarau den ersten Preis, der vom reformierten Kirchenrat Beat Maurer überreicht wurde. Der Verein bietet an der Erlinsbacherstrasse offene Räume und Werkstätten für kreatives Schaffen und fördert so Experimentierfreudigkeit und den Gedanken des Upcyclings. In den Räumlichkeiten ist zudem ein Treffpunkt entstanden, bei dem sich Menschen über Generationen und Kulturen hinweg begegnen.

Caritas Aargau gewinnt den zweiten Preis von 5000 Schweizer Franken mit dem Projekt «Voll underschti». Es bietet für Jugendliche und junge Erwachsene spezielle Stadtrundgänge zum Thema Armut an, die zum Nachdenken anregen. Der dritte Platz mit 3000 Franken ging an «Kiz Kinderzeit» aus Rombach. Sie schenken Kindern und Jugendlichen, die in Asylunterkünften leben, Zeit und bieten Ausflüge, Begegnungen und Erlebnisse in der Natur.

Zwei Projekte erhielten einen Anerkennungspreis von je 1000 Franken: Der Verein «Cartons du Cœur», die Lebensmittelhilfe der Eglise reformée en Argovie, und das Jugendrotkreuz mit dem Projekt «Nachhilfe für Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Familien». Trotz strenger Covid-19 Massnahmen nahmen rund 50 Personen an der feierlichen Preisübergabe teil. Leider musste auf den Apéro verzichtet werden. Dafür erhielten alle Gäste beim Ausgang eine Portion heisse Marroni.

Auswahl durch Jury und Online-Voting
Der Sozialpreis 2020 ist eine Auszeichnung der Aargauer Landeskirchen und von Benevol Aargau für die Wertschätzung der Freiwilligenarbeit im Kanton Aargau. Honoriert werden Privatpersonen, Organisationen oder Institutionen, die im Sozialen innovative und aussergewöhnliche Projekte mit Kooperationen in der Freiwilligenarbeit durchführen. Die Bewerbungen wurden im Frühjahr eingereicht. Eine ausgewählte Jury aus Kirche, Politik und Wirtschaft hat sich intensiv mit den Projekten auseinandergesetzt. Erstmals wurde auch die Öffentlichkeit aufgerufen, via Online-Voting mitzubestimmen, wer die Preisgelder gewinnen soll. Rund 3200 Stimmen sind online eingegangen.

Medienmitteilung vom 21. Oktober




Aufgeschaltet am 23. Oktober 2020
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1. Preis Sozialpreis - Verein Prozessor
AZ vom 22.10.20 (Link, PDF)

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