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Vorstellung

Seit Sommer 2004 unterrichte ich an der Kantonsschule Wettingen das Freifach Religion, das Ergänzungsfach Religionslehre in religionswissenschaftlicher Perspektive und das Freifach Hebräisch, deren Lehrpläne ich erarbeitet habe.

Zu meiner Lehrtätigkeit zähle ich auch die Unterrichtspraktika während meiner Ausbildung zur Gymnasiallehrerin, den Religionsunterricht an der Kantonsschule Solothurn, und die Betreuung von Gymnasiasten und Gymnasiastinnen bei der Erarbeitung ihrer Maturarbeiten. Unter den besten Arbeiten, die an der Universität Basel ausgezeichnet worden sind, sind diejenige von Eri Amsler zum Thema «Die Noachitischen Gebote in drei Religionen» und der «Aargauer Klosterführer» von Raffael Sommerhalder zu nennen. Zudem organisiere ich regelmässig Exkursionen, z.B. in eine Synagoge, in eine Moschee oder ein Kloster. Im Jahr 2012 reisten ein Religionslehrer und ich mit einer Gruppe von Studierenden nach Israel.

Zusätzlich zum Unterricht bin ich an der Kantonsschule Wettingen Ansprechperson für Lebens- und Glaubensfragen und führe das Foyer, das als Begegnungsort dient.

VDM Dr. Christine Stuber



Differenziert und offen
Kirchliche Beauftragte an den Aargauer Kantonsschulen, Christine Stuber

«Lehren, Predigen und Seelsorgerin sein. All das mache ich gerne, dort liegen meine Begabungen», sagt Christine Stuber. Zum Glück ist dem so. Denn genau diese Fähigkeiten verlangen ihre beruflichen Tätigkeiten. Seit 13 Jahren arbeitet sie als Religions- und Hebräischlehrerin an der Kantonsschule Wettingen und wirkt in spannender Ergänzung seit 2008 als Seelsorgerin und Pfarrerin in den Psychiatrischen Diensten Aargau in Königsfelden.

Aufgewachsen im Kanton Solothurn hätte sich Christine Stuber nie träumen lassen, einmal im Aargau zu landen. Nachdem sie an den Universitäten Bern und Zürich Theologie studiert und in Pasadena (USA) interkulturelle Studien betrieben hatte, arbeitete sie ab 1998 als theologische Mitarbeiterin im Diakonissenhaus Bern und Salem-Spital sowie als Pfarrverweserin in Koppigen. Sie, die sich «eindeutig Bern orientiert» fühlte, antwortet auf die Frage, was sie denn an der Stelle in Wettingen gereizt hat: «An der Kantonsschule entspricht mir die Intellektualität. Die Menschen in diesem Umfeld sind differenziert, insbesondere die Jugendlichen erlebe ich als flexibel und offen für alles, inklusive Glaubenszugang». Es ist Christine Stubers Anspruch, ihren Schülerinnen und Schülern Bildung zu vermitteln. Mit guten Texten, Kunst, Filmen, Musik und Alltagsbezügen. «Ich gebe den Schülerinnen und Schülern Inputs mit dem Ziel, dass sie diese reflektieren und verarbeiten.» Nicht selten kommt es vor, dass Christine Stuber «Advocatus Diaboli» spielt, also in Diskussionen bewusst unterschiedlichste Positionen zu einem Thema auslotet. «Zentral dabei ist, dass ich die Dinge einfach formuliere, aber das macht mir Freude», so die Theologin, die in Kirchengeschichte, konkret zur «Erweckungsbewegung in Bern 1818–1831», promoviert hat.

Hinter die Fassade blicken
An der Kantonsschule Wettingen (KSWE), die in ein ehemaliges Zisterzienserkloster eingebettet ist, schätzt Christine Stuber die vielfältigen Orte der Begegnung wie Kreuzgang, Kirche oder die geschichtsträchtigen Unterrichtsräume. In früheren Jahren war das «Foyer» für sie wertvoll. Zusammen mit den Schülerinnen und Schülern befreite sie es vom schmuddeligen Dasein und ergänzte den Raum mit Kochgelegenheiten, so dass der Notstand über Mittag für die Schülerinnen und Schüler etwas weniger gross war. Dann aber bekam die KSWE eine neue Mensa und mit dem «Riverside» zusätzliche Räume zur freien Verfügung. «Statt im Foyer informiere ich mittlerweile vermehrt im Intranet der Kanti über mein Seelsorgeangebot, damit Lehrkräfte, Schülerinnen, Schüler sowie deren Eltern wissen, dass sie in mir eine Ansprechperson in Lebens- und Glaubensfragen haben.» Fast beiläufig erwähnt Christine Stuber, dass sie als Seelsorgerin an der Klinik in Königsfelden immer mal wieder auf Schülerinnen, Schüler oder Lehrkräfte der KSWE trifft. «An der Kanti erlebe ich sie als erfolgreiche Persönlichkeiten. In der Klinik als Menschen, die das Leben nicht per se im Griff haben. Dieses ‹Hinter die Fassade schauen› fasziniert mich.»

Von Wettingen aus weltoffen
Ebenfalls hinter die Fassaden schaut Christine Stuber auf Studienreisen nach Israel. Diese sind dem Hebräischunterricht erwachsen, sprechen mittlerweile alle Kanti-Schülerinnen und Schüler an. «Für die siebte Reise während den aktuellen Herbstferien hatten wir über 30 Anmeldungen», freut sich die Weltoffene. Es hat sich herumgesprochen, dass die lokale Reiseleitung hervorragend ist, die Begegnungen mit Juden, Christinnen, Muslimen bereichernd sind und das Ganze dank Sponsorengeldern und Mitfinanzierung durch die Reformierte Landeskirche sogar bezahlbar ist. «Das Konzept der Reise ist Bildung und Begegnung», meint Christine Stuber. Das Konzept von Christine Stuber ist Bildung und Begegnung, könnte man abschliessend sagen. Denn ob sie nun an der Kantonsschule Wettingen die Freifächer Religion oder Hebräisch unterrichtet, ab diesem Schuljahr an der Neuen und Alten Kantonsschule Aarau das Ergänzungsfach Religionslehre mitgestaltet, Seelsorgerin ist, als Pfarrerin kirchliche Feiern leitet oder zusammen mit ihren Schülern und Schülerinnen mit einer israelischen Soldatin ins Gespräch kommt – die passionierte Berggängerin ist eine stets interessierte Wegbegleiterin.

Text und Foto: Carmen Frei


Portrait Christine Stuber
Nicht selten kommt es vor, dass Christine Stuber, Beauftragte an der Kantonsschule Wettingen, «Advocatus Diaboli» spielt, also in Diskussionen mit ihren Schülerinnen und Schülern bewusst unterschiedlichste Positionen zu einem Thema auslotet. «Zentral dabei ist, dass ich die Dinge einfach formuliere, aber das macht mir Freude.»